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Kinnarps ist ein schwedisches Familienunternehmen, gegründet 1942 im Ort Kinnarp von Jarl und Evy Andersson. Anfangs entstanden dort Möbel nach Architektenentwürfen; ab 1952 lag der Schwerpunkt auf der Komplettausstattung von Büros. Stühle gehören seit den 1950er-Jahren zum Programm.
Was Kinnarps heute von vielen Wettbewerbern unterscheidet, merkt man nicht beim ersten Hinsetzen, sondern beim Konfigurieren: Die Stühle gibt es in mehreren Sitzhöhen-Varianten – nicht als Sonderanfertigung, sondern als reguläre Ausführung. Zusammen decken sie einen Bereich von 39 bis 67 cm ab. Zum Vergleich: Ein normaler Bürostuhl liegt zwischen 42 und 53 cm.
Wer zu hoch sitzt, bekommt Druck in den Kniekehlen und hängende Füße. Wer zu tief sitzt, kippt mit dem Becken nach hinten, und die Lendenlordose flacht ab. Beides erzeugt Beschwerden, die anschließend für Rückenprobleme gehalten werden, obwohl es Passungsprobleme sind.
Das Lästige daran: Die Sitzhöhe lässt sich nicht nachrüsten wie eine Kopfstütze. Sie wird beim Kauf festgelegt – und wenn sie nicht passt, hilft auch der beste Stuhl nicht. Deshalb führen wir bei Kinnarps gezielt die Höhenvarianten mit.
Die Sitzhöhen-Bereiche bei Kinnarps
Ab 39 cm (Kinnarps 5000): der niedrigste Einstieg im Programm – passend für kleinere Menschen, bei denen Standardstühle mit 42 cm Minimum bereits zu hoch beginnen.
40 bis 53 cm (Standard): der klassische Bereich für einen Schreibtisch von rund 72 cm.
48 bis 67 cm (extrahoch): ein vollwertiger Bürostuhl mit Lehne, der bis auf 67 cm hochgeht – für große Menschen, für Labor, Empfang, Leitstand und hohe Werkbänke. In dieser Höhe bieten die meisten Hersteller nur noch Stehhilfen ohne Lehne an.
Der 5000 ist das preislich günstigste Kinnarps-Modell in unserem Sortiment – und in zwei Punkten das interessanteste. Erstens beginnt seine Sitzhöhe bei 39 cm, tiefer als jeder andere Kinnarps und tiefer als die meisten Bürostühle überhaupt. Zweitens ist er bis 120 kg zugelassen und trägt damit mehr als der deutlich teurere Plus 8 mit seinen 110 kg.
Ausstattung: Synchronmechanik, permanent beweglich und in fünf Positionen arretierbar, mit SafeBack-Funktion. Der Neigewiderstand der Rückenlehne lässt sich auf Ihr Körpergewicht einstellen, der Sitzneigungswinkel ist frei wählbar. Dazu Sitztiefenverstellung von 38 bis 43 cm und eine vollgepolsterte, höhenverstellbare Rückenlehne mit 59 cm Höhe. Gestell in Kunststoff schwarz, Gewicht 14,7 kg.
Und: Der 5000 liegt netto deutlich unter der 800-€-Grenze – für Unternehmen also im Anschaffungsjahr vollständig abschreibbar.
Zum Kinnarps 5000 gepolstert →
Die Plus-Serie ist das Arbeitspferd im Kinnarps-Programm, entworfen wie der 5000 von Johan Larsvall und Torbjörn Höjer. Beide Modelle teilen dieselbe Synchronmechanik: Sitz und Rückenlehne bewegen sich aufeinander abgestimmt, der Neigewiderstand ist einstellbar, die Mechanik in jeder Position arretierbar.
Der Unterschied liegt in der Rückenlehne. Der Plus 8 hat mit 69 cm eine besonders hohe Lehne, die den Rücken bis in den Schulterbereich abstützt. Der Plus 6 fällt niedriger aus – passender, wenn Sie mehr Bewegungsfreiheit im Schulterbereich wollen oder der Stuhl optisch zurückhaltender wirken soll.
Das große Modell im Programm, ausgestattet mit allem, was Kinnarps an Verstellmöglichkeiten anbietet. Für Arbeitsplätze, an denen viele Stunden am Stück gesessen wird und an denen die Feineinstellung tatsächlich genutzt wird – nicht für den Besprechungsraum.
Die Variante mit durchgehend hoher Rückenlehne für Arbeitsplätze, an denen eine großflächige Abstützung im Vordergrund steht. Der Capella ist zugleich das Modell, das Kinnarps im hauseigenen Nachhaltigkeitsindex am besten bewertet (siehe unten).
Aktuelle Entwürfe wie der Leia Chair ergänzen die Linie ergonomischer Möbel aus Skandinavien.
Zum Kinnarps Leia Arbeitsstuhl →
Ein Hinweis zur oberen Variante: Ab etwa 60 cm Sitzhöhe erreichen die Füße den Boden meist nicht mehr sicher. Planen Sie dann eine Fußstütze mit ein – sprechen Sie uns darauf an.
Wenn Sie unsicher sind: Nennen Sie uns Ihre Körpergröße und die Höhe Ihrer Arbeitsfläche, dann sagen wir Ihnen, welche Variante passt. Das ist in einer Mail geklärt und erspart eine Rücksendung nach 30 bis 50 Werktagen Lieferzeit.
Weiterführend: Stühle für kleine Menschen | Stühle für große Menschen
Die Entwicklung in Stichpunkten: In den 1960er-Jahren wird Kinnarps in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, in den 1970ern übernimmt Henry Jarlsson die Unternehmensleitung. Nach 1980 entsteht in Skillingaryd ein eigenes Produktionswerk für Sitzmöbel. Ab dem Jahr 2000 kommen weitere Marken hinzu – Materia und Skandiform – die als eigenständige Produktionsstätten weitergeführt werden.
2010 folgen zwei deutsche Traditionshäuser: Drabert und MartinStoll. Deren Produktionseinrichtungen werden nach Schweden verlagert, sodass heute alle Marken der Gruppe das Label Made in Sweden tragen. Beide Marken führen wir ebenfalls – wenn Sie einen älteren Drabert- oder MartinStoll-Stuhl besitzen, ist das der Grund, warum Ersatzteile heute aus Schweden kommen.
Mit über 2.300 Mitarbeitenden gehört die Kinnarps AB zu den größten Büromöbel- und Bürostuhlherstellern Europas. Die Produkte werden dabei bewusst für die unterschiedlichen europäischen Teilmärkte ausgelegt – ein Grund, warum die Modelle in mehreren Sitzhöhen und Rückenhöhen verfügbar sind, statt in einer Einheitsgröße.
Wer nachhaltig entscheiden will, steht meist vor demselben Problem: Alle Hersteller werben damit, kaum einer macht es nachprüfbar. Kinnarps hat dafür den Better-Effect-Index entwickelt – ein Bewertungssystem, das jedes einzelne Produkt in sechs Bereichen einordnet, die für die Nachhaltigkeitsbilanz relevant sind. Sie sehen also auf einen Blick, welche Kriterien ein bestimmter Stuhl erfüllt und welche nicht.
Ein Beispiel: Der Capella erreicht nach Herstellerangabe 2,37 von 3 möglichen Punkten, besonders gut bewertet in den Bereichen Ressourcen und reine Materialien.
Dahinter steht ein Kreislaufgedanke: Die Produkte sollen so gebaut sein, dass sie ohne größeren Zusatz an neuen Materialien und Energie wiederverwertet werden können. Kinnarps hat sich als Ziel gesetzt, bis 2030 ausschließlich ressourcenschonende und zu 100 Prozent rückverfolgbare Rohmaterialien einzusetzen und klimaneutral zu werden – in Anlehnung an die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung.
Für öffentliche Ausschreibungen und Unternehmen mit Nachhaltigkeitsberichterstattung ist der Index ein belastbares Kriterium, weil er produktbezogen ist und nicht nur Unternehmensabsichten beschreibt. Wenn Sie die Bewertung für ein bestimmtes Modell brauchen, fragen Sie uns danach.
Kinnarps gewährt 60 Monate Herstellergarantie, ausgenommen Verschleißteile; Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt. Die Stühle erfüllen die Norm DIN EN 1335 für Büro-Arbeitsstühle.
Die Norm ist nebenbei der Grund, warum Kinnarps bei Ausschreibungen häufig auftaucht: Öffentliche Auftraggeber und größere Unternehmen setzen sie regelmäßig voraus. Wenn Sie eine Beschaffung mit Normanforderung vorbereiten, fragen Sie uns nach einem Angebot – wir liefern die Unterlagen in der Form, die Sie für die Vergabe brauchen, auf Wunsch samt Better-Effect-Bewertung.
Für Unternehmen: Der Kinnarps 5000 und der Plus 8 in Grundausstattung liegen netto unter der 800-€-Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter und sind damit im Anschaffungsjahr vollständig abschreibbar. Mit Kopfstütze, extrahoher Sitzhöhe oder höheren Ausstattungsstufen wird die Grenze überschritten. Wenn dieser Punkt für Sie relevant ist, prüfen Sie den Nettopreis vor der Konfiguration. Details unter GWG-Sofortabschreibung; zur steuerlichen Behandlung im Einzelfall fragen Sie bitte Ihre Steuerberatung.
Größere Beschaffungen rechnen wir mit Projektkondition, und über Leasing oder Miete lässt sich die Anschaffung planbar verteilen. Als Büromöbel-Fachhändler mit eigenem Onlineshop liefern wir Kinnarps-Sitzmöbel europaweit.
Wenn Rückenbeschwerden Ihre Arbeitsfähigkeit betreffen, kommt häufig ein Kostenträger für einen Teil des Preises in Frage. Zwei Punkte sind entscheidend: Die gesetzliche Krankenkasse ist für Arbeitsstühle in der Regel nicht zuständig, und der Antrag muss vor dem Kauf gestellt sein. Zuständig sind Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft, Agentur für Arbeit oder Integrationsamt.
Gerade bei Kinnarps ist das relevant, weil sich die Höhenvarianten im Antrag gut begründen lassen: Eine von der Norm abweichende Körpergröße oder eine erhöhte Arbeitsfläche ist ein nachvollziehbarer Grund für eine Sonderausführung – und genau solche konkreten Begründungen bringen Anträge durch.
Bürostuhl-Zuschuss – wer zahlt in Ihrem Fall? →
Bei Kinnarps geht es beim Probesitzen weniger um das Sitzgefühl – das ist bei allen Modellen auf hohem Niveau – als um die richtige Größe. Ob die Sitzhöhe zu Ihnen und Ihrem Tisch passt, ob die hohe Lehne des Plus 8 im Schulterbereich stört oder trägt, ob Sie die Kopfstütze wirklich nutzen: Das klärt sich im Sitzen in Minuten. Bei 30 bis 50 Werktagen Lieferzeit ist das keine Kleinigkeit.
Unser Showroom liegt zwischen Reutlingen und Metzingen. Ein Besuch ist nur mit Termin möglich, dafür nehmen wir uns Zeit.
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Zu weit entfernt? Schreiben Sie uns über das Kontaktformular oder rufen Sie an: 07127 / 95780-55. Hilfreich für eine erste Einschätzung: Körpergröße und Gewicht, die Höhe Ihres Schreibtischs, Ihr Bodenbelag und ob Sie Armlehnen brauchen.
Die Technik ist dieselbe – der Unterschied liegt in der Rückenlehnenhöhe. Der Plus 8 hat mit 69 cm eine besonders hohe Lehne bis in den Schulterbereich, der Plus 6 fällt niedriger aus. Beide gibt es mit Kopfstütze und in einer Variante mit mehr Sitzhöhe.
Der Kinnarps 5000. Seine Sitzhöhe beginnt bei 39 cm und liegt damit unter dem, was die meisten Bürostühle erreichen. Zusätzlich lässt sich die Sitztiefe auf 38 cm reduzieren – wichtig bei kürzeren Oberschenkeln, damit die Kniekehlen frei bleiben.
Eine längere Gasfeder, die den Verstellbereich auf 48 bis 67 cm anhebt – gegenüber 40 bis 53 cm in der Standardausführung. Gedacht für große Menschen und für Arbeitsflächen über Schreibtischhöhe.
Ja – die Extrahoch-Variante reicht bis 67 cm und ist damit an Laborzeilen, Empfangstresen, Leitständen und hohen Werkbänken einsetzbar. Der Unterschied zu einer Stehhilfe: Sie haben eine vollwertige Rückenlehne, bei Bedarf mit Kopfstütze. Ab etwa 60 cm Sitzhöhe sollten Sie eine Fußabstützung einplanen.
Bei den hier geführten Modellen ist es der Kinnarps 5000 mit 120 kg – der Plus 8 liegt bei 110 kg. Die Belastbarkeit steigt also nicht automatisch mit dem Preis. Fragen Sie uns im Zweifel vor der Bestellung.
Ein Bewertungssystem von Kinnarps, das jedes Produkt in sechs nachhaltigkeitsrelevanten Bereichen einordnet. Der Capella erreicht nach Herstellerangabe 2,37 von 3 Punkten. Die Bewertung für ein bestimmtes Modell stellen wir Ihnen auf Anfrage zusammen.
Ja. Auch die 2010 übernommenen deutschen Marken Drabert und MartinStoll werden seither in Schweden gefertigt; alle Marken der Gruppe tragen das Label Made in Sweden.
60 Monate Herstellergarantie, ausgenommen Verschleißteile. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben davon unberührt.
Ja, die Modelle erfüllen DIN EN 1335. Wir stellen Ihnen die Unterlagen für Vergabeverfahren zusammen – auf Wunsch samt Better-Effect-Bewertung.
Nennen Sie uns bei der Bestellung Ihren Bodenbelag: Teppichrollen für Teppichboden, Hartbodenrollen für Parkett, Laminat, Stein oder Fliesen.
30 bis 50 Werktage, weil in Ihrer Wunschausführung in Schweden gefertigt wird. Planen Sie diese Zeit ein, wenn ein Antragsverfahren läuft.