Klöber ist die Marke, die den ergonomischen Bürostuhl in Deutschland mit erfunden hat. Und die Gründungsgeschichte ist ungewöhnlich genug, um sie zu erzählen.
1935 gründete Margarete Klöber in Owingen am Bodensee eine „Gesundheitsstuhlfabrik“ – eine Fertigung für gesundes Sitzen im Büro. Sie war damals 25 Jahre alt, arbeitete als Fremdsprachenkorrespondentin und kannte das Problem aus eigener Erfahrung: Sekretärinnen saßen den ganzen Tag auf harten Holzschemeln. Eine Unternehmensgründung durch eine Frau war in dieser Zeit bemerkenswert – in der Möbelindustrie erst recht.
Gleich das erste Stuhlmodell erhielt den Namen Polstergleich. Vier Federn unter der Sitzfläche ermöglichten eine Bewegung in alle Richtungen – Sitz und Rückenlehne waren federgelagert und dreidimensional beweglich.
Von der Idee her ist dieser einfache Bürostuhl heute noch aktuell: Mit einfachster Mechanik wird die mehrdimensionale Beweglichkeit von Sitz und Rückenlehne gewährleistet. Das ist genau der Grundgedanke, den moderne Synchronmechaniken mit erheblich mehr Aufwand verfolgen – und ein Beleg dafür, wie weit Margarete Klöber ihrer Zeit voraus war.
Durch die 1950er und 60er Jahre hält Klöber am Prinzip Gesundheitsstuhl fest. In den folgenden beiden Jahrzehnten kommen Kunststoffe als Werkstoff zum Einsatz, was mehr Freiheit bei der Produktgestaltung mit sich bringt.
1987 wird der Bürodrehstuhl Connex vom Designer Burkhard Vogtherr mit dem Preis „Design Innovationen 87“ des Industrieforums Essen ausgezeichnet. Das Modell ist so erfolgreich und der Name Connex im Markt so bekannt, dass daraus 2016 der Connex2 entsteht – und kurz darauf der Chefsessel Connex2 Highback, ein funktionaler und stilsicherer Entwurf des Designers Jörg Bernauer.
Bis 2002 hatte Klöber bereits 18 Designpreise erhalten; 2010 wurde der Moteo mit dem Red Dot ausgezeichnet, 2022 folgte der WOOOM mit demselben Preis.
Es gibt einen Bereich, in dem Klöber weiter geht als praktisch alle Wettbewerber: Funktionen, die über Mechanik und Polsterung hinausgehen.
Die aktuell bewährten Drehstühle Cato, Duera und Moteo werden vom Mera ergänzt – und der Mera war das erste Modell, das als Klöber-Mera-Klimastuhl mit den Funktionen Lüften, Kühlen und Heizen ausgestattet wurde.
Das klingt nach Spielerei, ist aber im Alltag ein ernstzunehmendes Thema. Im Großraumbüro empfinden Menschen dieselbe Raumtemperatur sehr unterschiedlich – und da die Klimaanlage nur eine Einstellung haben kann, sitzen die einen im Zug und die anderen schwitzen. Der Mera Klimabürostuhl löst das am einzelnen Arbeitsplatz statt am Gebäude: Er hilft bei zu kaltem ebenso wie bei zu heißem Büroklima. Als nächstes Modell wurde der Chefsessel Moteo Style mit Klimatechnologie ausgestattet.
Der WOOOM geht noch weiter. Der Name steht für Work und Room, das Design von Jörg Bernauer leitet sich von einer Hexagon-Geometrie ab – gleiche Winkel, die eine Symmetrie erzeugen, die Ruhe ausstrahlt. Red Dot Design Award 2022.
Optional erhältlich mit stufenlos einstellbarer Heizfunktion, für Sitz und Rücken getrennt regelbar, Massagefunktion, USB-Ladeanschluss, Leselicht und schwenkbarem Schreibtablar – alles über eine App für iOS und Android steuerbar, mit Akku für örtliche Unabhängigkeit.
Und die Sitzschale ist bemerkenswert: PET-Formvlies aus geschredderten Kunststoffflaschen europäischer Herkunft. Das Material ist selbsttragend, leicht, robust, schallabsorbierend und zu 100 % recycelbar. Gerade im Open Space ist der akustische Effekt kein Nebenaspekt – ein Sessel, der Schall schluckt statt reflektiert, verändert die Raumakustik spürbar.
Der Mera Diamond Chair ist technisch ein Mera – und optisch etwas anderes. Die geprägte Rückenlehne zeigt eine Rautensteppung, wie man sie aus hochwertigen Sportwagen und Luxusautomobilen kennt.
Das ist der Stuhl für Arbeitsplätze, an denen auch das Auge mitentscheidet: Chefbüro, Beratungszimmer, Kanzlei, Praxis mit Patientenkontakt. Sie bekommen die bewährte Mera-Ergonomie, ohne dass der Stuhl wie ein Verwaltungsmöbel wirkt – und im Gegensatz zu vielen Chefsesseln, die Repräsentation über Sitzqualität stellen, ist hier beides vorhanden.
Klöber führt darüber hinaus die Drehstühle Cato und Moteo sowie die Chefsessel Connex2 Highback, Moteo Style mit Klimatechnologie, Moteo89 Style mit Hochglanz-Rückenschale, Centeo und Ciello – alle mit umfangreichen Ergonomiefunktionen. Sprechen Sie uns an, wir erstellen Ihnen ein Angebot.
Die langlebig robusten Klöber-Bürostühle werden in Owingen bei Überlingen im Bodenseekreis in Baden-Württemberg hergestellt – am selben Ort, an dem Margarete Klöber 1935 begonnen hat. Alle mechanischen Teile entstehen im eigenen Haus.
Für Sie hat das zwei praktische Folgen: kurze Wege bei Ersatzteilen und Reklamationen, und ein Hersteller, der bei Sonderwünschen tatsächlich ansprechbar ist. Bei öffentlichen Ausschreibungen ist die Fertigung in Deutschland zudem regelmäßig ein Bewertungskriterium.
Seit 1999 gehört die Klöber GmbH zur Sedus Stoll AG, wobei Klöber als eigenständige Marke mit eigener Entwicklung und Fertigung in Owingen geführt wird.
Owingen liegt keine zwei Autostunden von unserem Showroom entfernt – wir kennen die Produkte und die Menschen dahinter seit vielen Jahren.
Unser Showroom in Pliezhausen liegt verkehrsgünstig zwischen Stuttgart, München und Zürich. Alle Modelle sind auch im Sofort-Leasing erhältlich, mit Entscheidung direkt im Bestellvorgang. Terminvereinbarung über unser Online-Buchungstool.
Wolfgang Sommer – Geschäftsführer, cb creative büroeinrichtung gmbh
Ergonomieberatung seit 1988, Ausbildung bei einem der ältesten Sitzmöbelhersteller der Schweiz. Seit über drei Jahrzehnten beruflich mit einer einzigen Frage beschäftigt: Welcher Stuhl passt zu diesem Menschen an diesem Arbeitsplatz? Beratung am besten nach Terminbuchung im Showroom bei Stuttgart.
Klöber wurde 1935 von Margarete Klöber gegründet, das erste Modell hiess Polstergleich und ist bis heute stilprägend für gesundes Sitzen im Büro.
Ein besonders gefragtes Modell ist der Klöber CoMeet com55.