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Bürostuhl-Leasing

Kurz gesagt: Leasing lohnt sich für Unternehmen, Praxen und Freiberufler ab einem Stuhlpreis von rund 800 € netto, weil es die steuerliche Abschreibung von 13 Jahren auf gut fünf Jahre verkürzt und die Liquidität schont. Darunter ist die GWG-Sofortabschreibung meist der bessere Weg. Und wer sich nicht binden will, mietet. Welche der drei Varianten zu Ihnen passt, klären Sie mit diesem Ratgeber in fünf Minuten. Bei uns bekommen Sie die Leasingentscheidung übrigens direkt im Warenkorb, ohne Formulare und Wartezeit.

Für wen sich Bürostuhl-Leasing lohnt

Leasing ist kein Finanzierungstrick für große Konzerne, sondern ein Werkzeug für alle, die gewerblich sitzen: Einzelunternehmer, Freiberufler, Arztpraxen, Kanzleien, Agenturen, Handwerksbetriebe mit Büro, Start-ups und Mittelständler. Voraussetzung ist, dass der Stuhl betrieblich genutzt wird und Sie eine gewerbliche Bonität nachweisen können. Ein einzelner Stuhl reicht, ein Mindestvolumen gibt es bei uns nicht.

Drei typische Situationen, in denen Leasing die bessere Wahl ist:

  • Sie möchten einen hochwertigen Stuhl, ohne Kapital zu binden. Ein Steelcase Gesture oder ein Haider Bioswing kostet vierstellig. Über die Laufzeit verteilt wird daraus eine monatliche Betriebsausgabe, die neben Miete und Strom kaum auffällt.
  • Sie statten mehrere Arbeitsplätze auf einmal aus. Zehn Stühle auf Rechnung belasten den Kontostand spürbar. Zehn Stühle im Leasing belasten ihn gar nicht.
  • Sie wollen die Abschreibung verkürzen. Gekaufte Büromöbel schreiben Sie über 13 Jahre ab. Geleaste Stühle setzen Sie über die Laufzeit ab, in der Regel fünf bis sechs Jahre. Dazu gleich mehr.

Für Privatpersonen ist Leasing nicht das richtige Instrument. Wenn Sie den Stuhl aus gesundheitlichen Gründen brauchen, lesen Sie unseren Ratgeber zu den Fördermöglichkeiten der Deutschen Rentenversicherung. Dort erfahren Sie auch, warum die gesetzliche Krankenkasse Bürostühle nicht übernimmt.

Leasing, Miete oder Kauf? Die drei Wege im Vergleich

Alle drei führen zum gleichen Stuhl. Der Unterschied liegt darin, wem der Stuhl gehört, wie lange Sie sich binden und wie die Kosten in Ihrer Buchhaltung landen.

 Leasing
(Teilamortisation)
Miete / Mietkauf
(Ratenkauf, Vollamortisation)
Kauf
Laufzeit mind. 63 Monate 15 bis 84 Monate, frei wählbar keine
Eigentum Leasinggeber, Übernahme am Ende möglich geht nach der letzten Rate auf Sie über sofort Sie
Bilanz bilanzneutral, Rate ist Betriebsausgabe wird bilanziert und abgeschrieben Anlagevermögen, Abschreibung über 13 Jahre (oder GWG)
Liquidität keine Anzahlung, feste Monatsrate keine Anzahlung, feste Monatsrate voller Betrag sofort
Sinnvoll ab ca. 800 € netto je Stuhl jeder Preis, vor allem bei kurzen Projekten unter 800 € netto (GWG) oder bei voller Liquidität
Typischer Kunde Praxis, Kanzlei, Mittelstand, Premium-Einzelplatz Projektbüro, Start-up, befristete Teams Behörden, kleine Betriebe, Homeoffice-Stuhl

Ein Wort zur Begrifflichkeit, weil im Netz alles durcheinandergeht: Was wir als Leasing anbieten, ist ein Teilamortisationsvertrag mit mindestens 63 Monaten Laufzeit. Das ist die Variante, die steuerlich als Leasing anerkannt wird. Was wir als Miete anbieten, ist ein Vollamortisationsvertrag (Mietkauf) über 15 bis 84 Monate, abgewickelt über unseren Finanzierungspartner abcfinance. Viele Kunden nennen das schlicht Ratenkauf, und genau das ist es auch: feste Monatsraten, am Ende gehört der Stuhl Ihnen. Steuerlich ist es aber ein anderes Paar Schuhe als Leasing.

Die 800-Euro-Grenze: Wann Sofortabschreibung besser ist als Leasing

Die Rechenregel

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) dürfen bis 800 € netto im Anschaffungsjahr komplett abgeschrieben werden. Das entspricht 952 € brutto bei 19 % Umsatzsteuer. Maßgeblich sind die Anschaffungskosten inklusive Versand, deshalb liefern wir alle Artikel unserer GWG-Kategorie versandkostenfrei, damit ein Stuhl knapp unter der Grenze auch darunter bleibt.

Kostet Ihr Wunschstuhl weniger als 800 € netto, ist Leasing in den meisten Fällen unnötig: Sie kaufen, setzen den vollen Betrag im selben Jahr ab und sind fertig. Leasing bringt hier nur dann etwas, wenn Sie ganz bewusst keine Liquidität einsetzen wollen oder viele Stühle auf einmal brauchen. Passende Modelle finden Sie in unserer GWG-Kategorie unter 800 € netto.

Kostet der Stuhl mehr als 800 € netto, kippt die Rechnung. Dann beginnt das eigentliche Leasing-Argument.

Warum Leasing die Abschreibung von 13 auf gut 5 Jahre verkürzt

Gekaufte Büromöbel stehen in der amtlichen AfA-Tabelle mit einer Nutzungsdauer von 13 Jahren, also 156 Monaten. Ein Stuhl für 1.500 € netto bringt Ihnen im Kaufjahr eine Abschreibung von rund 115 €. Den Rest sehen Sie verteilt über die nächsten zwölf Jahre wieder, lange nachdem der Stuhl längst ausgetauscht wurde.

Beim Leasing ist die Mindestlaufzeit gesetzlich an diese Nutzungsdauer gekoppelt: Sie muss mindestens 40 % davon betragen, also 63 Monate. Über diese Laufzeit setzen Sie die kompletten Leasingraten als Betriebsausgabe ab. Aus 13 Jahren werden gut fünf. Derselbe Stuhl, derselbe Gesamtbetrag, aber die steuerliche Wirkung kommt zweieinhalbmal so schnell bei Ihnen an.

Beispiel: Zwei Praxisinhaber kaufen im Januar je einen Stuhl für 1.500 € netto. Die eine kauft, der andere least über 63 Monate. Nach fünf Jahren hat die Käuferin rund 575 € abgesetzt, der Leasingnehmer den gesamten Betrag inklusive Finanzierungskosten. Beide sitzen gleich gut, einer hat seine Steuer deutlich früher gesenkt.

Die steuerliche Behandlung hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Ihren Steuerberater.

Sofortentscheid: Die Leasingzusage direkt im Warenkorb

Bei den meisten Anbietern läuft Leasing so: Angebot anfordern, Formular ausfüllen, Unterlagen einreichen, zwei Tage warten, Vertrag per Post. Bei uns läuft es so: Stuhl in den Warenkorb legen, Leasing wählen, Firmendaten eingeben, Zusage lesen. Als erster Bürostuhl-Anbieter in Deutschland haben wir 2023 den Sofortentscheid eingeführt, gemeinsam mit unserem Finanzierungspartner abcfinance. Die Bonitätsprüfung läuft in Sekunden, die Entscheidung erscheint direkt im Bestellprozess, der Vertrag wird digital unterzeichnet. Kein Medienbruch, kein Ausdrucken, kein Nachreichen.

Für Sie heißt das: Wenn Sie am Montagmorgen entscheiden, dass der Stuhl kommen soll, steht am Montagmorgen auch fest, dass er kommt.

So läuft Leasing bei uns ab

  1. Stuhl auswählen. Alle Modelle, die sich für Leasing eignen, tragen den Hinweis auf der Produktseite. Bei Fragen zur Konfiguration beraten wir telefonisch oder im Showroom.
  2. Leasing oder Miete im Warenkorb wählen. Sie sehen die Laufzeitoptionen und die jeweilige Monatsrate für Ihre Auswahl. Einen separaten Leasingrechner brauchen Sie nicht: Der Warenkorb rechnet für jedes Modell und jede Laufzeit live, mit den tagesaktuellen Konditionen unseres Finanzierungspartners.
  3. Sofortentscheid. Firmendaten eingeben, Bonitätsprüfung abwarten, das dauert Sekunden.
  4. Digital unterschreiben. Der Vertrag kommt per E-Mail und wird online signiert.
  5. Lieferung. Wir liefern wie bei jeder anderen Bestellung, auf Wunsch montiert und an den Arbeitsplatz gestellt.

Bei größeren Stückzahlen, etwa ab zehn Arbeitsplätzen, erstellen wir eine Projektkondition mit individueller Konfiguration und Lieferplanung. Sprechen Sie uns dazu vorab an.

Was am Ende der Laufzeit passiert

Beim Leasing haben Sie am Laufzeitende drei Möglichkeiten: den Stuhl zum Restwert übernehmen, ihn zurückgeben oder den Vertrag verlängern. Die meisten unserer Kunden übernehmen, weil ein gut gepflegter Steelcase oder Interstuhl nach fünf Jahren noch lange nicht am Ende ist.

Beim Mietkauf ist die Sache einfacher: Mit der letzten Rate gehört der Stuhl Ihnen. Es gibt keinen Restwert und keine Rückgabe.

Eine Sache, die viele nicht wissen: Die Herstellergarantie läuft in beiden Fällen unabhängig vom Vertrag weiter. Bei Steelcase sind das je nach Modell bis zu zwölf Jahre, und die Garantie ist auf den jeweiligen Besitzer übertragbar.

Diese Bürostühle leasen unsere Kunden am häufigsten

  • Steelcase Gesture Executive: der Stuhl für Chef- und Praxisarbeitsplätze, an denen jemand acht Stunden sitzt und sich dabei viel zwischen Bildschirm, Tablet und Gespräch bewegt.
  • Steelcase Karman Black Edition: leicht, netzbespannt, ohne sichtbare Technik, für Büros mit Anspruch an Optik und Klima.
  • Haider Bioswing 460 iQ: der bewegte Stuhl für Menschen mit Rückenproblemen, häufig in Praxen und Kanzleien im Einsatz.
  • 12er Gesture Team-Paket: wenn ein ganzes Team auf einmal ausgestattet wird, mit Projektkondition und gestaffelter Lieferung.

Alle vier liegen deutlich über 800 € netto, also genau dort, wo Leasing seine Stärke ausspielt.

Häufige Fragen zum Bürostuhl-Leasing

Welche Optionen gibt es für Büromöbel-Leasing für Unternehmen?

Drei: klassisches Leasing (Teilamortisation, mindestens 63 Monate, bilanzneutral, Übernahmeoption am Ende), Miete beziehungsweise Mietkauf oder Ratenkauf (Vollamortisation, 15 bis 84 Monate, der Stuhl gehört danach Ihnen) und der Kauf mit GWG-Sofortabschreibung unter 800 € netto. Welche Option passt, entscheidet vor allem der Stuhlpreis und die Frage, ob Sie den Stuhl am Ende besitzen wollen.

Gibt es einen Leasingrechner für Bürostühle?

Ja, er steckt im Warenkorb. Legen Sie den Stuhl hinein, wählen Sie Leasing oder Miete und die Laufzeit, und die Monatsrate wird sofort angezeigt. So rechnen Sie mit den echten Konditionen und nicht mit Beispielwerten.

Kann ich einen einzelnen Bürostuhl leasen?

Ja. Es gibt bei uns kein Mindestvolumen. Einzelunternehmer und Freiberufler leasen regelmäßig genau einen Stuhl, oft für den eigenen Arbeitsplatz. Voraussetzung ist die gewerbliche Nutzung und eine positive Bonitätsprüfung im Sofortentscheid.

Leasing oder GWG-Sofortabschreibung: Was ist besser?

Unter 800 € netto ist die Sofortabschreibung fast immer einfacher und günstiger. Darüber verkürzt Leasing die Abschreibung von 156 auf mindestens 63 Monate und schont die Liquidität. Die Grenze von 800 € netto (952 € brutto) ist deshalb die wichtigste Zahl bei dieser Entscheidung.

Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Miete?

Leasing ist bei uns ein Teilamortisationsvertrag mit mindestens 63 Monaten, bilanzneutral, mit Übernahmeoption am Ende. Miete ist ein Vollamortisations-Mietkauf (Ratenkauf) über 15 bis 84 Monate, bei dem der Stuhl nach der letzten Rate Ihnen gehört. Miete ist flexibler, Leasing ist steuerlich das klassische Modell.

Kann ich den Homeoffice-Stuhl über die Firma leasen?

Ja, wenn der Stuhl betrieblich genutzt wird und die Firma der Vertragspartner ist. Viele Unternehmen statten Homeoffice-Arbeitsplätze ihrer Mitarbeitenden so aus. Der Stuhl bleibt Betriebsvermögen des Arbeitgebers.

Wie schnell bekomme ich die Leasingzusage?

Im Sofortentscheid innerhalb von Sekunden, direkt im Warenkorb. Der Vertrag wird digital unterzeichnet, es müssen keine Unterlagen nachgereicht werden. Nur bei sehr jungen Unternehmen oder außergewöhnlichen Volumina kann eine manuelle Prüfung nötig sein.

Kann ich mehrere Stühle in einem Vertrag zusammenfassen?

Ja. Mehrere Stühle, auch verschiedene Modelle, laufen in einem Vertrag mit einer Monatsrate. Ab etwa zehn Arbeitsplätzen erstellen wir eine Projektkondition.

Was passiert, wenn der Stuhl während der Laufzeit kaputtgeht?

Die Herstellergarantie gilt unabhängig vom Leasingvertrag. Innerhalb der Garantie wird repariert oder ersetzt. Außerhalb der Garantie helfen wir mit Ersatzteilen und Reparatur in unserer Werkstatt, unabhängig davon, ob der Stuhl geleast oder gekauft wurde.

Ist Leasing auch für Behörden und Ämter möglich?

Öffentliche Auftraggeber kaufen in der Regel auf Rechnung mit Bestellschein, weil Leasing im Haushaltsrecht selten vorgesehen ist. Alles dazu steht auf unserer Seite zum Kauf auf Rechnung für Ämter und Behörden.

Kann ich den Stuhl vor dem Leasing im Showroom testen?

Ja, und wir empfehlen es. In unserer Ausstellung bei Stuttgart stehen die meisten Leasing-Modelle zum Probesitzen bereit. Termine buchen Sie online.

Probesitzen vor dem Leasing

Fünf Jahre Laufzeit sind ein guter Grund, den Stuhl vorher auszuprobieren. In unserer Ausstellung in Pliezhausen bei Stuttgart beraten wir Sie persönlich und stellen den Stuhl auf Ihre Maße ein.

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Über den Autor

Wolfgang Sommer ist seit 1988 in der Ergonomieberatung tätig, ausgebildet bei einem der ältesten Schweizer Sitzmöbelhersteller, und seit 2001 Inhaber der cb creative büroeinrichtung gmbh in Pliezhausen. Seit 2003 autorisierter Steelcase-Händler. 2023 führte er mit abcfinance den ersten Leasing-Sofortentscheid im deutschen Bürostuhlhandel ein.

Stand: September 2026. GWG-Grenze und AfA-Nutzungsdauer nach aktueller Rechtslage; Änderungen durch den Gesetzgeber vorbehalten. Steuerliche Aussagen sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Beratung durch Ihren Steuerberater.